Überall diese Castingshows. Gibt es noch einen Wochentag ohne?
Diesen Traum, quasi über Nacht berühmt und erfolgreich zu werden, haben viele. In unserem Bereich heißt es – sich geschwind einen Namen machen auf dem Markt.
Ich setze lieber auf die Kombination innere Leidenschaft plus Fleiß anstatt auf Außenwirkung und eine flüchtige Darbietung. Oder anders formuliert: Ich persönlich bin kein Fan von Dieter Bohlen, und ein großer Fan von Malcolm Gladwell.
Dieser schrieb nämlich ein fantastisches Buch namens „Überflieger – warum manche Menschen erfolgreich sind und andere nicht“, welches mir inmitten des Castingshow-Fiebers mal wieder in die Hände fiel.
Gladwell erläutert darin seine 10.000-Stunden-Regal, die einfach formuliert sagt, dass man sich mit einer Sache etwa 10.000 Stunden intensiv beschäftigen muss, ehe man sie exzellent beherrscht.
Zugegeben, es hört sich vielleicht etwas obskur an (und es gibt Ausnahmen zu dieser 10.000er-Regel), doch bei genauerer Betrachtung macht diese Regel durchaus Sinn…
Ganz gleich wo wir hinschauen – ob in die Musik, die diversen Wissenschaften, den Sport oder auch die Kunst – wer sich mit den Besten messen möchte, der braucht den Willen, den Eifer und die Hingabe, um in seinem Metier erfolgreich zu sein und irgendwann zur Weltspitze zu gehören.
Das geht nicht über Nacht, was vielleicht erklärt, warum so viele Castinshow-Sternchen nur wenig später wieder in der Versenkung verschwinden.
Und diese Idee sollte dich bestärken!!
Denn wer erfolgreich sein möchte, der braucht keinen immensen IQ oder sehr viel Geld – ob schon etwas Glück und genügend Unterstützung von außen – sondern den Mut eine eigene Leidenschaft (oder einen eigenen Wirkungsbereich) zu ergreifen und das Durchhaltevermögen, auch in schwierigen Situationen am Ball zu bleiben.
Bist und bleibst du am Ball?
Dein virtueller Coach
Shailia Stephens-Würsig

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Ergänzend sei erwähnt, dass Malcolm auch von dem Zeitfenster spricht, d. h. das auch eine Rolle spielt, wann man geboren wurde. Das macht er am Beispiel von den kanadischen Hockeyspieler fest, die ihm zu seinem Buch Überflieger inspiriert haben. Es macht einen Unterschied, ob man Anfang des Jahres geboren wurde (Januar-März) oder erst im Dezember. Die meisten Spieler, die bei dem Endspiel, das Malcolm Gladwell gesehen hatte, waren zwischen Januar und März geboren. Das gleiche gilt für Steve Jobs, Bill Gates, Billy Joy und Andreas von Bechtholsheim (Gründer von Sun Microsystems), die innerhalb von wenigen Monaten Abstand geboren wurden. Er nennt noch mehrere Beispiele, die seine These von einem günstigen Zeitfenster bestätigen sollen.
Ich denke, dass wir Coaches / Consultants uns momentan auch in einem günstigen Zeitfenster bewegen. Noch verkaufen wir Zeit gegen Geld (trade time for money), aber es gibt es so viele Tools, die zumindest in Deutschland noch niemand nutzt. Vielleicht sind wir Leser in einem größeren Zeitfenster geboren, aber das ändert meines Erachtens nichts an der Tatsache, dass wir eine Riesenchance haben, indem wir die ersten sind.
Ein weiteres interessantes Buch im Zusammenhang von Durchhaltevermögen, dass du am Ende erwähnst ist: „The Dip“ von Seth Godin.